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DRK: Die wichtigsten Erste-Hilfe-Handgriffe für den Sommer
Ob beim Schwimmen, Radeln, Surfen oder Wandern: Wenn alle Welt an Badeseen und Grillplätze strömt - dann ist auch Hochsaison für kleine Unglücksfälle. Stefan Osche, Erste-Hilfe-Experte beim Deutschen Roten Kreuz, erklärt die wichtigsten Handgriffe bei Glasscherben und verschluckten Insekten.
Glasscherbe im Fuß
Grundregel: Die Scherbe nicht entfernen - vor allem, wenn sie größer als einen Zentimeter ist oder sehr tief sitzt. Sonst kommt es zu weiteren Verletzungen oder es blutet stark nach. Die eingedrungene Glasscherbe beispielsweise mit Mullbindenpäckchen umpolstern und locker verbinden. Den Fuß hoch lagern und den Patienten zum Arzt bringen oder den Rettungsdienst rufen. Wichtig: Tetanus-Schutz abklären!
Das DRK rät: Barfuß laufen ist gesund und entspannend. Achten Sie aber gut auf Verletzungsgefahren auf Ihrem Weg. In Gewässern kann die Unfallgefahr durch das Tragen von Badeschuhen verringert werden.
Insekt verschluckt
Beim Picknick auf der Wiese oder beim kühlen Getränk im Biergarten ist es schnell passiert: Eine Wespe wird versehentlich verschluckt. Durch allergische Reaktionen auf das Insektengift können Schleimhäute und Zunge anschwellen, die Atemwege können sich innerhalb kürzester Zeit verengen oder ganz verschließen - der Betroffene kann ersticken!
Hier gilt schnelles Handeln. In jedem Fall sofort den Rettungsdienst alarmieren (Notruf: 112) und ganz schnell von innen und außen kühlen. Dazu den Patienten Eiswürfel oder Speiseeis lutschen lassen (wenn er schlucken kann!) und den Hals mit kalten Umschlägen oder Kühlelementen kühlen, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Das DRK rät: Vorbeugen ist hier die beste Medizin. Getränke und Nahrung im Freien immer abdecken. Aus dunklen Gefäßen, wie Getränkedosen, möglichst nur mit Strohhalm trinken. Jeden Bissen und jedes Getränk vor der Einnahme gut anschauen. Insekten nicht durch hektische Bewegungen bedrängen. Personen, bei denen eine Insektengiftallergie bekannt ist, sollten für den Notfall die vom Arzt verordneten Medikamente bei sich tragen.










